März 2020

Wissenswertes über Bärwurz

Die Bärwurzel wurde bereits vor hunderten von Jahren von Bergbauern aus dem Bayerischen Wald entdeckt und bei der Tierbehandlung angewandt. Die Hirten stellten mit der Zeit fest, dass die Bärwurzel bei Blähbäuchen ihrer Kühe, die durch das Fressen von jungem Gras verursacht wurden, Abhilfe leistet. Die Bärwurzel wurde dann zwischen zwei Brotscheiben in den Schlund des Tieres gegeben, wodurch die Blähungen abklangen. Diese Erkenntnis veranlasste die Waldbauern, einen Teesud (ca. 5 g trockene Bärwurzeln auf 1 Glas) bei Magen- und Darmbeschwerden zu trinken. Die Wurzel wurde dann auch in Alkohol angesetzt und der Auszug in der Hausapotheke aufbewahrt.

Aus dieser Erwägung heraus entstand die gewerbliche Herstellung von Bärwurz. Hieke´s Bayerwald Bärwurz 40% ist der älteste 40-prozentige Bärwurz aus Zwiesel, der von Heinrich Hieke als erstem Bärwurzer gewerblich vertrieben wurde.

Die Bärwurzel steht im Bayerischen Wald schon lange unter Naturschutz und wird im Auftrag der Bärwurzerei Hieke von Waldbauern auf natürliche Weise angebaut.

Vorkommen von Bärwurz im Bayerischen Wald findet man am großen und kleinen Arber, am Rachel und am Lusen.

Der Name Bärwurz, der auch schon im 12. Jahrhundert als "Berwurtz" erscheint, leitete sich durch die Verwendung der Pflanze bei Frauenkrankheiten (Krankheiten der Gebärmutter oder Bärmutter) ab. Die Bärwurzel wurde auch bei Verstopfung, Aufblähen, Nierenleiden, Blasenerkrankungen sowie bei Vergiftungen und Verschleimungen der Lunge angewandt. 

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Die Bärwurz ist ein Doldenblütler und zählt zu den intensivsten Gewürzpflanzen kalkarmer Gebirgsböden. Die Bärwurz blüht weiß bis gelb und hat kahle Früchte mit einer mehrblättrigen Blütenhülle. Sie blüht zwischen Mai und Juni. Wie für alle Doldengewächse ist auch bei Bärwurz das Herauswachsen mehrerer Blüten aus einem Kelch zur Blütendolde typisch. Die Pflanze wird 15 - 50 cm hoch und wurzelt bis zu einem Meter tief. Alle Teile der Pflanze besitzen einen durchdringenden, auch bei Trocknung bleibenden, gewürzhaften Geruch nach Fenchel und Kümmel und einen scharfen, aromatischen, fast brennenden Geschmack.

Zur Herstellung des im Bayerischen Wald so beliebten Getränkes wird jedoch nur die Wurzel verwendet, die bis zu acht Jahre heranwachsen muss. Die Auszüge der Wurzel (Ansatz von geschnittenen Bärwurzeln in Alkohol-Wassergemisch) werden doppelt destilliert und auf Trinkstärke gebracht.

 

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Tradition seit 1949

Im Jahr 1949 gründete Heinrich Hieke gemeinsam mit seiner Frau Maria die Bärwurzerei Hieke in Zwiesel, um nach einer überlieferten, jahrhundertealten Fa­milienrezeptur den echten Hieke Bär­wurz herzustellen